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ASR-Englandfahrt: Shopping und Shakespeare

Die Englandfahrt der Klassenstufe 9 gehört an der Adalbert-Stifter-Realschule fest zum Englisch-Programm. Auch diesmal gab es wieder neue Highlights.

Am frühen Montagmorgen machten sich 88 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 gemeinsam mit ihren Englischlehrerinnen und -lehrern auf den Weg nach Südengland, um dort eine Woche bei englischen Gastfamilien zu verbringen und dabei lebensnah in die Sprache einzutauchen.
Nach vielen Autobahnstunden und einer ruhigen Überfahrt trafen die zwei Busse am Abend in Herne Bay ein, einem kleinen Ort am Meer unweit von Canterbury, wo sie an ihre Gasteltern „verteilt“ wurden. Schnell war klar, dass man in den neuen Familien sein ganzes sprachliches Können aufbringen musste, um zu überleben. Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus nach Canterbury. Dabei wurden die ersten Erlebnisse in den englischen Familien untereinander ausgetauscht: "Was gab's bei euch zu essen? Wir haben einen Fernseher im Zimmer. Unsere Gasteltern sind cool…"

Vormittags stand eine Führung durch die mittelalterliche Stadt auf dem Programm, nachmittags gab es eine Stadtrallye der besonderen Art. Englischlehrer und Medienpädagoge Benjamin Elser hatte einen sogenannten 'Actionbound' erstellt, eine Art Multimedia-Schnitzeljagd mit dem Smartphone durch die mittelalterliche Stadt, bei der Fotos gemacht, Einheimische befragt, Informationen zur Stadtgeschichte besorgt, aber auch Lieder gesungen werden mussten.
Nach einem Stadtbummel in Kleingruppen ging es dann abends zurück zu den Gastfamilien zum 'English dinner'. "Bei uns gab's Kartoffelbreikuchen mit Hackfleisch!" Die Südengländer nennen es 'Shepherd's Pie'. Andere wiederum bekamen 'Pizza and chips', die Inselvariante der italienischen Spezialität, mit den typisch englischen Pommes Frites eben. Andere Länder, andere Fritten!

In den nächsten Tagen war dann endlich das heiß ersehnte London angesagt. Es ging los in Greenwich am Royal Observatory, wo man auf dem Null-Meridian mit einem Bein im Osten und mit dem anderen im Westen stehen kann. Dann wurden die Bilder und Geschichten aus dem Englischbuch lebendig: Cutty Sark, Thames Foot Tunnel, Tower Bridge, Buckingham Palace... Aber auch die 'Shopping-Begeisterten' kamen nicht zu kurz bei ihrem Besuch in der Oxford-Street und im Camden Lock Market – dem wohl farbenfrohsten Ort der multikulturellen Großstadt.

Eine Besonderheit in diesem Jahr war der Workshop im 'Globe-Theatre', das in den 90er Jahren nach den Originalplänen des berühmten Shakespeare-Theaters wiederaufgebaut wurde.
Angeleitet von Schauspielern des 'Globe' lernten die Kids in Gruppen Elemente der Schauspielkunst kennen, stellten Szenen in so genannten 'Freeze-Frames' (Standbildern) dar und spielten am Ende sogar eine kleine Szene aus Shakespeare's 'Romeo and Juliet'. Bei dieser etwas anderen Englischstunde ging so manches 'stille Wasser' weit mehr aus sich heraus als im heimischen Klassenzimmer – sehr zur Freude der Englischlehrkräfte.
Die anschließende Fahrt mit der U-Bahn in der Rush-Hour war allerdings auch recht spannend - kein Platz zum Umfallen für die armen Gmünder 'Landeier'! Alle waren froh, als sie endlich wieder vereint im Bus nach Herne Bay saßen.

Am Freitag gab es noch einmal zwei Highlights. Eines war eine Führung durch Whitstable, ein kleines Fischerdorf unweit von Herne Bay. Unser Guide Andrew Nutter - 'very British' - führte die Gruppe mit kleinen Anekdoten durch die engen Gassen, vorbei an den kleinen Strandhäuschen, die mittlerweile ein Vermögen kosten, zu den berühmten Austernbänken von Whitstable. Manche sagen, Austern seien eine Delikatesse, andere sagen: 'Das schmeckt wie Schnupfen'. Nachdem er den Jungs und Mädchen allerdings erzählt hatte, was ihnen widerfährt, wenn sie eine Auster essen, ließen sich fast alle auf das Abenteuer ein.
Nachmittags ging es dann in die 'Canterbury Tales', sozusagen 'Mittelalter live'. Geoffrey Chaucer schrieb im 12. Jahrhundert über eine Gruppe von Pilgern, die zum Grab des heiligen Thomas Becket in die Kathedrale von Canterbury zogen und sich auf ihrer Reise allerhand Geschichten (= tales) erzählten. Diese Geschichten sind heute Weltliteratur, und beim Gang durch die dunklen und stilecht eingerichteten Räume der Ausstellung, geführt durch so genannte 'Audioguides', konnte man sie lebensnah erfahren. Auch roch es bisweilen etwas mittelalterlich in dem alten Gemäuer.
Der Rest des Nachmittags stand den Kids dann noch zum 'shopping' zur Verfügung, wo die letzten Pfunde noch in Souvenirs und andere Mitbringsel umgewandelt wurden.

Voll mit neuen Eindrücken, Erlebnissen – und Einkaufstüten – ging es dann am Freitagabend bei ruhiger See wieder zurück über den Ärmelkanal, um dann wohlbehalten am Samstag früh in Schwäbisch Gmünd am Strümpfelbach einzutreffen, wo die müden ‚Canterbury- Pilger‘ von ihren ausgeschlafenen Eltern in Empfang genommen wurden. Die hatten ja schließlich eine Woche 'jugendfrei'!

 

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